Carl Anton Joseph Rottmann malte zwischen 1832 und 1850 im Auftrag König Ludwigs I. einen Zyklus von Landschaften Griechenlands. Die Gemälde sollten ursprünglich die Wände der nördlichen Arkaden des Münchner Hofgartens schmücken, also im Freien gezeigt werden. Dies bedingte eine aussergewöhnliche Technik: Die Bildträger sind schwere ( 300 - 400 Kg ), von armierten Eisenrahmen getragene verputzte Mörtelplatten.
Die Malerei sollte nach Wunsch des König Ludwigs I. zunächst in Enkaustik ausgeführt werden. Diese Maltechnik, bei der die Farben in die Wand geschmolzen werden, basierte auf antiken Überlieferungen. Sie galt als besonders haltbar und wurde damals in München favorisiert.
Ausgeführt wurden diese Werke in Wachs - Öl und Harzmischungen. einer Abwandlung der antiken Enkaustik Malerei.

Ludwig I. beschloss, die 23 Wandgemälde Carl Rottmanns in der 1853 eröffneten Neuen Pinakothek zu zeigen. Der dafür eigens eingerichtete Saal bot eine aufsehenerregende Präsentation. Mit dem Bestimmungsort änderte sich auch die Maltechnik von Carl Rottmann.
Zeitgenössischen Berichten zufolge wandte Carl Rottmann sich leider bald von der aufwendigen Enkaustik ab und suchte nach einer für seine künstlerische Intention geeigneteren Technik.

 

Carl Rottmann

Encaustic Academie
Encaustic Academie

Carl Rottmanns Griechenlandzyklus
Encaustic auf Putz
Neue Pinakothek München

Carl Rottmann (1797-1850

Carl Anton Joseph Rottmann
(* 11. Januar 1797 in Handschuhsheim
(heute zu Heidelberg);
† 7. Juli 1850 in München)
war ein deutscher Landschaftsmaler und berühmtester Vertreter der Malerfamilie Rottmann.

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