Das Encaustic Wachs
- Die unvergleichlichen Eigenschaften -
- des wahren Enkaustikwachses -

 

Grabmalereien

 

Das Encaustic Wachs hat in Bezug zu Öl, Harz und Temperamalerei ganz besondere Eigenschaften.

Encaustic Malereien sind berühmt für ihre Transparenz und Ihre Tiefenwirkung.
Selbst der grosse Zyniker Goethe beschreibt die hervorragenden Eigenschaften der Encaustic Malerei.

Physikalische und chemische Betrachtungen erklären dieses Phänomen.

Bei allen Maltechniken dringt das Licht mehr oder weniger tief in den Malgrund ein und wird reflektiert.

Bei der Öl - oder Acryl - Malerei wird das Licht hauptsächlich an der Oberfläche der Farbe und ganz wenig aus der Tiefe der Farbschicht reflektiert.

Die Encaustic Malerei hingegen lässt das Licht aus der Tiefe der Malschicht reflektieren, bis hin zum
Malgrund selbst.
Verantwortlich dafür sind die physikalischen Eigenschaften des Wachses und der Pigmente.
Durch das Lichtbrechungsgesetz lässt sich dieser Effekt erklären.

Lichtbrechung von Luft in Encaustic Wachs

Encaustic Academie

n1 = Luft ; n2 = Wachs; T = Lichtstrahl mit Einfallswinkel und Ausfallswinkel

Die im Wachs gebundenen Farbpigmente, sollten sie einen anderen Brechungsindex wie das
Wachs(Bindemittel) aufweisen, würden das einfallende Licht weiter brechen,
und in alle Richtungen ablenken.
Dadurch würde eine diffuse Lichtausbreitung entstehen.

 

Die Reflexion des Lichtes vom Malgrund

Encaustic Academie

L = Lichtstrahl zum Malgrund; 
r = reflektierte Lichtstrahl
graue Fläche = Malgrund

Die Transparenz eines Farbauftrages ist um so grösser, je kleiner die Differenz zwischen den
Brechungsindizes von Pigment und Bindemittel (Wachs) ist.
Es werden Lichtstreuungen minimiert und das Bild wird klarer im Ausdruck und gewinnt an Tiefe.

Dadurch wirken Encaustic Malereien bei denen das Zusammenspiel von Wachs als Bindemittel und
Pigment stimmt, wie Dreidimensional - fast wie lebendig.

Encaustic Wachs übertrifft den Brechungsindex des geschmolzenen Bienenwachses und liegt nahe am Lichtbrechungsindex von Glas !!.

geschmolzenes Bienenwachs: n 74 °C = 1,442

Zum Vergleich die Lichtbrechungsindices verschiedener Materialien:

Aus diesen Gründen ist die Nähe des Brechungsindexes des Encaustic Wachses (Grundwachses)
und der Pigmente entscheidend.

Die Encaustic Academie verwendet selbstentwickelte Encaustic Wachs Farben
(Encaustic Kussmaul Farben), deren verwendeten Pigmente nahe den
Brechungsindex des Encaustic Grundwachses liegen.
 

Einige Hersteller verwenden kostengünstige Pigmente aus der Bleistiftherstellung oder von normalen Wachskreiden.
Diese eignen sich eigentlich nur für Hobbymaler und haben mit richtiger Encaustic Malerei und Ihrer Aussagekraft nichts zu tun.

Auch hat Encaustic Wachs weitere physikalische Eigenschaften.

Versuche mit der Vikatischen Nadel (wobei die Eindringtiefe einer durch ein Gewicht beschwerten
Nadel in die Wachsmasse pro Zeiteinheit bestimmt wird) ergaben bei einer Belastung von 500 Gramm
für normales Bienenwachs ca. 15 mm, für Encaustic Wachs der Encaustic Academie ca. 5 mm und für
Punisches Wachs ca. 2 mm. Tissue Wachs der Academie kommt auf ca. 3,5 mm Eindringtiefe.

Wichtig dabei ist, dass das fertige Encaustic Wachs eine ausreichende Flexibilität behält um auf
beweglichen Malgründen nicht zu brechen .
Ganz wichtig ist z.B. das Verhalten des Wachses, dass die Strukturen, welche beim Saugeffekt
entstehen, bis zum Abkühlen des Encaustic Wachses erhalten bleiben und nicht auseinanderlaufen.

 

Encaustic Academie

Bildausschnitt zum Thema Strukturen

 

Antike Zeugnisse über die Besonderheit der Plastizität der Encaustic Malerei:

Der griechische Lyriker Anacreon (um 550 v. Chr.) hat auch einen Vers

über die Besonderheit der Encaustischen Malerei verfasst

 

Anacreon

Der griechische Lyriker Anacreon (um 550 v. Chr.)

Die Ode der Anacreonta

Auf, du bester aller Maler,
Male, allerbester Maler,
Meister in der Kunst der Rhoder,
Male wie ich Dir sage
Die entfernte liebste Freundin!

Erst weiche schwarze Haare,
Und, will es Dein Wachs vergönnen,
Male sie von Salbe duftend.
Oben wo die Wangen enden
- Deren eine ganz sich zeige -
Male unter dunklen Locken
Weiß wie Elfenbein die Stirne;
Lass die Bogen dann der Brauen
Sich nicht trennen, nicht verbinden,
Sondern, wie bei ihr, gelinde
Ineinander sich verlieren;
Dunkel wölbe sich die Wimper.

Aber zu dem Blick des Auges
Mußt Du lauter Feuer nehmen.
Blau sei dieses, wie Athenes,
Wie Kytheres feucht in die Liebe:

Wirst du Nas und Wange malen,
So vermische Milch und Rosen.
Gib Ihr Lippen gleich wie Peitho’s,
Die zum Kusse lieblich locken.
In dem weichen Kinne mitten,
Um des Halses Marmor schweben
Alle Cariten vereinigt!
Endlich laß in lichtem Purpur
Ihr Gewand hinunter wallen,
Fleisch ein weniges durchschimmern
Um den Umriß nur erscheinen:
- Doch genug! Schon steht sie vor mir!
Nächstens wirst Du, Bild, auch reden.

 

Veröffentlicht von z.B. von *E. Mörike Stuttgart 1864 S.100 Nr.31 
Anacreon und die Anacreontischen Lieder

Der Dichter Anakreon.

Anakreon aus Teos, einer ansehnlichen Handelsstadt in jenem gesegneten Küstenstriche Iontens, ist nach der gewöhnlichen Annahme im Jahre 559 vor Chr. geboren. Sein Vater soll Skythinos ge» heißen haben; doch werden auch andere Namen genannt. Zur Zeit als Kyros, der Perserkönig, Vorder« und Mittelasien unterwarf und sein Feldherr Harpagos Teos erobert hatte, verließ (um 540) ein Teil der Einwohner die Stadt, um in Thrakien die Kolonie Nbdera neu zu gründen. Ob Anakieon schon damals mit den Eltern oder erst viel später dorthin gezogen, ist nicht ausgemacht; jedenfalls war sein großes Talent noch in der Ausbildung begriffen, sein Ruf als Dichter aber bereits von Bedeutung, als er — wie sich aus einer lückenhaften Stelle in den Reden des Himerios nach Welckers Ergänzung ergibt — von dem Vater des jungen Polykrates zu dessen Unterricht nach Samos berufen wurde, und zwar auf Bitten des Sohnes selbst, der an Musik und Dichtung Freude hatte, und welchen denn sein Lehrer wie Phönix den Achilleus zu Wort und Tat erzog.

 

 

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